Die Platzreife im Golf-Sport

Platzreife – was ist das?

Im Rahmen der Platzreife erlernt ein Neuling Spieltechnik und Golfregeln und weist sein Wissen in Theorie und Praxis nach. Die DGV Platzreife ist in fast allen deutschen Clubs die Voraussetzung dafür, dort spielen zu dürfen.

Warum ist die Platzreife sinnvoll?

Wie lange darf ein Spieler nach seinem Ball suchen? Was tun bei einem Divot? Was unterscheidet den Driver vom Putter? Wer mit dem Golfsport beginnt, muss eine ganze Menge Wissen erlernen. Das betrifft unter anderem die Fachbegriffe, aber ebenso geht es um die Regeln an sich: Ein Spieler darf zum Beispiel seit 2019 maximal drei Minuten nach seinem Ball suchen. Darüber hinaus umfassen die Golfregeln auch die Etikette: Zum Beispiel ist es üblich, Löcher in dem Boden, die bei einem Schlag entstanden sind, sogenannte Divots, wieder auszubessern.

All dieses Wissen wird im Rahmen der Golf Platzreife vermittelt. Dafür sind in Deutschland vom Deutschen Golf Verband (DGV) einheitliche Standards geschaffen worden, nach denen die „Kurzausbildung“ angehender Golfer abläuft. So stellen die DGV-Clubs sicher, dass alle Neulinge das gleiche Grundwissen und vergleichbare Kompetenzen erhalten.

Was bringt mir die Platzreife?

Der wichtigste Vorteil vorab: Fast alle Clubs verlangen von Spielern den Nachweis der Platzreife, bevor sie die Platzerlaubnis (= Spielerlaubnis) erhalten. Das heißt, wer auf einem Golfplatz in Deutschland zugelassen werden will, muss einen entsprechenden Nachweis vorlegen. Wer ohne Platzreife Golf spielen möchte, hat dazu kaum eine Gelegenheit. Zwar gibt es einige wenige Betreiber, die darauf verzichten, häufig handelt es sich dann jedoch um Kurzplätze mit neun oder weniger Bahnen.

Es gibt noch ein weiteres wichtiges Argument für die Golf Platzreife: Ohne das Wissen aus dem Vorbereitungskurs ist es nahezu unmöglich, eine Runde regelkonform zu spielen. Im Rahmen der Schulung erhalten die Golf-Neulinge alle Kenntnisse und Fähigkeiten, die nötig sind, um ein erfolgreicher Golfer zu werden. In diesem Zusammenhang ist es sehr hilfreich, dass die Platzreifekurse nach einheitlichen Standards ablaufen. So ist sichergestellt, dass der Golftrainer alle wichtigen Regeln und Techniken unterrichtet.

"Bei der „DGV-Platzreife“ handelt es sich um einen einheitlichen Prüfungsstandard und jeder Anbieter akzeptiert innerhalb von zwei Jahren nach Bestehen der Prüfung auch eine auf einer anderen Golfanlage abgelegte DGV-Platzreife."
golf.de

Wie erlange ich die Platzreife?

Wer im Rahmen der Platzreife Golf lernen möchte, hat dazu in jedem DGV-Club die Möglichkeit. Meistens gibt es sogar verschiedene Formate, in denen der Unterricht angeboten wird. Beliebt sind zum Beispiel Wochenend- oder Kompaktkurse. Wahlweise gibt es die Option, Einzelunterricht bei einem Golftrainer zu nehmen. Als Golftrainer in Berlin biete ich einen individuell zugeschnittenen Platzreifekurs an. Dieser kann sowohl am Wochenende, in einem Intensivkurs und/oder in einer Gruppe als auch Einzeln stattfinden.  In jedem Fall schließen sich an die Lernphase Prüfungen an. Diese sind in drei Bereiche untergliedert:

Verhalten auf dem Golfplatz

Hierbei müssen die Golf-Anfänger auf dem Platz zeigen, dass sie sich der Etikette gemäß verhalten. Das betrifft zum Beispiel Aspekte wie zügiges Spielen und Schonung des Rasens.

Praktisches Spielen

In diesem Prüfungsteil muss der angehende Golfer nachweisen, dass er die Technik beherrscht. Dazu spielt der Prüfling eine Bahn mit neun Löchern, der Prüfer bewertet die besten sechs davon. Dabei muss der Neuling die Clubvorgabe von -54 erreichen.

Theorie

Ähnlich der Führerscheinprüfung werden dem Prüfling hier 30 Theoriefragen vorgelegt. Ein Regelbuch liegt als Hilfsmittel bereit. Die DGV Platzreife bestanden hat, wer nicht mehr als vier Fehler bei Regelfragen und nicht mehr als zwei bei den anderen Fragen macht.

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Was ist noch zu beachten?

Die DGV Platzreife ist die wichtigste Voraussetzung, um bei einem DGV-Club spielen zu dürfen. Manche Betreiber geben zusätzlich weitere Bedingungen wie ein gewisses Handicap vor. Wichtig ist zudem, dass es sich hierbei um ein deutsches Modell handelt. Wer im Ausland spielen möchte, muss gegebenenfalls eine andere Prüfung absolvieren. Im Umkehrschluss wird eine ausländische Golf Platzreife vom DGV nicht immer anerkannt.

Mehr Informationen zu dem Platzreifekurs mit mir gibt es hier: >Zum DGV-Platzreifekurs<.